Gängige technische Fehler bei der Gestaltung von HTML-Seiten

Das Internet ist als Informationsquelle und Handelsplattform aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ein Angebot ins Netz zu stellen ist normalerweise mit dem Ziel verbunden, möglichst viele Interessenten zu erreichen. Leider wimmelt es bei vielen Web-Seiten so arg von Fehlern, daß die Benutzung mühsam oder unmöglich gemacht wird und so Besucher fern gehalten werden. Ich möchte hier ein paar Anregungen geben, die zur Verbesserung der Qualität der Seiten beitragen sollen. Die häufigsten und störendsten Fehler, die leider selbst hochbezahlten "Web-Designern" zuhauf unterlaufen, sind folgende:

  1. Benutzung nur mit Javascript, Java, Flash o.ä. möglich
  2. unkorrekter HTML-Code
    1. fehlende ALT-Attribute bei verwendeten Grafiken
    2. Browserabhängiger Code ("optimiert für ABC-Browser Version X.Y")
    3. fehlender NOFRAME-Teil bei der Verwendung von Frames
  3. zu umfangreiche Einstiegsseite
  4. schlecht lesbare Schrift (zu klein, exotischer Font, schlechte Farbwahl)
  5. horizontales Scrollen nötig (Seiten-Auflösung)
  6. Verwendung von PopUp-Fenstern, Laufschrift, übermäßig viel animierte GIF-Bilder
  7. zu viele + zu große Grafiken
(wird gelegentlich ergänzt...)

1. Javascript und andere aktive Inhalte

Aktive Inhalte können von vielen Internet-Nutzern überhaupt nicht oder nur mit unerwünschten Nebenwirkungen wahrgenommen werden. Aktiviertes Javascript (im folgenden JS) bedeutet zusammen mit anderen Spezialitäten wie JScript, ActiveX, Java, Flash... ein hohes Sicherheitsrisiko im Web-Browser. So wird z.B. Fremdzugriff auf den eigenen Computer incl. Datenmanipulierung und Spionage möglich: besuchte Webseiten, Paßworte... lassen sich ausspähen.

Alle Funktionalität ist jedoch auch ohne JS möglich, meist sogar einfacher zu realisieren. Daher ist dringend zu empfehlen, die Ausführung aktiver Inhalte im Browser zu deaktivieren.

Wen schließen Sie von Ihren Webseiten aus, indem Sie z.B. JS (oder andere aktive Inhalte) voraussetzen?

Fazit: Solange das Benutzen Ihrer Webseiten von JS abhängig ist, wird der Nutzwert Ihrer Webseiten unnötig gemindert, obwohl die JS- Programmierung vermutlich aufwändiger und somit auch teurer war als normales HTML.

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2. Unkorrekter HTML-Code

Für die Gestaltung von Web-Seiten gelten Standards. Der Sprachstandard nennt sich allgemein HTML und existiert in verschiedenen Versionen, die von einem zentralen Gremium definiert wurden. Die Standards sind für jeden nachlesbar und Webseiten lassen sich einfach auf Konformität überprüfen, z.B. beim WWW-Konsortium w3.org http://validator.w3.org

Entspricht eine HTML-Seite nicht diesem Standard, z.B. wegen Nachlässigkeit der Gestalter oder ungeeigneter Hilfssoftware, kann die Seite auf vielen Geräten nicht oder nicht korrekt angezeigt werden. Insbesondere Behinderte und Nutzer von älteren oder Kleinstgeräten werden so u.U. ausgeschlossen.

Neuere HTML-Versionen bieten mehr Möglichkeiten, können jedoch von vielen Programmen/Geräten nicht verstanden werden, weshalb sich empfiehlt, Seiten, die einem nicht genau bekannten Benutzerkreis zugänglich sein sollen, so zu gestalten, daß die Betrachtung auch mit Software älteren Standards (HTML 3.2) möglich ist.

Häufige Ärgernisse sind
  1. fehlende ALT-Attribute bei verwendeten Grafiken
  2. Browserabhängiger Code ("optimiert für ABC-Browser Version X.Y")
  3. fehlender NOFRAME-Teil bei der Verwendung von Frames
Eine abschließende Überprüfung (Validierung) einer HTML-Seite sollte Pflicht sein, bevor sie im Internet Millionen Benutzern zur Verfügung steht.

a) ALT-Attribut

Der HTML-Standard schreibt vor, daß jedem verwendeten Bild in einer HTML-Seite ein kurzer beschreibender Text beigefügt werden muß. Dies dient zur Orientierung, wenn die Seite ohne Bilder angezeigt wird. Das kann aus Geschwindigkeitsgründen oder wegen mangelnder Grafikfähigkeit des Browsers geschehen. Z.B. fügt man dem Button, der eine Suchanfrage startet, den ALT-Text "Suchen" bei oder einem Firmenlogo den Text "Logo".

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b) Browserabhängiger Code

HTML ist normalerweise ein geräteunabhängiger Standard. Selbst für grafikunfähige Systeme ist vorgesorgt (s. voriger Abschnitt). Jedoch sind hauptsächlich aus Gründen der Markt-Beeinflussung Sprach-Erweiterungen entwickelt worden, die nicht dem offiziellen Standard entsprechen und daher nur auf einem Teil der Browser richtig verarbeitet werden können. Insbesondere die Firma Microsoft hat sich hier traurig hervorgetan.

Da verschiedene Computertypen fest mit bestimmter Software verbunden sind, werden auf diese Weise auch Nutzer ganzer Geräteklassen von dem Angebot ausgeschlossen, z.B. viele mobile Computer (PDA u.a.).

Diese Bestrebungen widersprechen der Idee der HTML (Systemunabhängigkeit) und entsprechende Sprach-Erweiterungen sollten daher nicht eingesetzt werden, zumal sie dem Benutzer keinerlei Vorteile bieten. Es ist nicht sinnvoll, dem Betrachter vorschreiben zu wollen, welche Software oder welchen Computer er einzusetzen hat.

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c) Frames

Auf Frames sollte ganz verzichtet werden. Sie können eine sinnvolle Einrichtung zur Gestaltung von HTML-Seiten sein, werden jedoch häufig unüberlegt eingesetzt. Frames haben 2 große Nachteile:

Daher ist im HTML-Standard vorgesehen, daß für Frame-unfähige Geräte entsprechend präparierte Seiten angezeigt werden, die mit NOFRAMES eingeleitet werden. So kann man die Vorteile nutzen, ohne die Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.

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3. zu umfangreiche Einstiegsseite

Um dem Besucher schnell Inhalt zu präsentieren, sollte die Einstiegsseite eine kurze Ladezeit haben. Als passende Größe wird incl. Grafiken ein Umfang von max. 50kB empfohlen. Weniger ist in diesem Falle mehr. Man denke an Surfer mit langsamer Internet-Anbindung (Modem, Handy). D.h.:

Hierzu gibt es Tips+Tricks und passende Software reichlich im WWW.

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© Christian Schreyer, letzte Änderung: 11.09.2006